Skip to content

„Bikershelp“-Tour-Report „Die 6te“

by Renate Schusch on September 5th, 2010

Die II. Etappe beginnt hiermit. Zeitraum: 21.08. bis 31.08.2010

Geschrieben am 01.09.2010

Liebe Biker and Friends!

Viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Report, viel ist inzwischen geschehen und deshalb hier endlich ein neues Lebenszeichen von Eurem „Peter on tour“:

Kurzbilanz: Bedingt durch den „Zwangsurlaub“ in Lappland (Kettenprobleme) begann mein gewohnter Jahresurlaub auf Kreta mit einigen Tagen Verzögerung. Auch die Abfahrt von Kreta verzögerte sich (anstatt am 18.08. erst am 21.08. abends mit Fähre von Chania nach Piräus an morgens am 22.08.), und das kam so: Die obligatorische Motor-Inspektion ergab einen potentiellen Getriebeschaden (Metallsplitter im abgelassenen Öl). Verantwortungsvolle Entscheidung: Motor-Komplettsanierung! Ersatzteile über Stefan Hessler (allein Schnellst-DHL-Paket für 129,- Euro in 48 Std.!) – Super-Werkstatt in Rethymno, Xekalos Moto, aller-aller-beste Empfehlung für alle Biker!!! Fast 4 Tage Arbeit für 350,- Euro!  Motor wie neu, läuft super! (Allerdings sehr teure Ersatzteile mit ca. 1000,-) Und hier kommt jetzt die Riesen-Überraschung: Mit allergrößter Freude und mit mächtigem Stolz auf unseren Schirmherren, den BVDM, tue ich hiermit kund, dass dieser diese Gesamtreparaturkosten großzügig übernommen hat – dank des eifrigen Vermittlungseinsatzes unserer großartigen Renate Schusch!!!

Danke!

Der Urlaub war besonders intensiv, da die Familie sich nach so langer Trennung endlich wieder hatte – unsere allerliebste Elli (9 Jahre) durfte sich fast jeden Wunsch erfüllen. Jetzt fehlt ihr der Papi wieder sehr, und das gilt natürlich auch umgekehrt (die lieben Bindungsforscher sollten auch diesen Aspekt berücksichtigen!)

Nach nun insgesamt fast 16.000 (in Worten sechzehntausend) „abgebiketen“ Tourkilometern sitze ich hier kurz vor Malaga in Andalusien auf der Terrasse eines schlichten Hotels an der Autopista, das ich spät nachts noch ansteuern konnte nach einem sehr ereignisreichen Tag: Um 4 Uhr morgens mit Gaszug-Riss an der Autobahn liegen geblieben / gute ADAC-Hilfe zu Suzuki-Werkstatt und endlich hervorragende Reparatur / Nachmittags Besuch bei sehr guten „alten“ Freunden in Calpe / insgesamte Tagestour trotzdem fast 700 Kilometer. Für heute, Mittwoch 1. September, habe ich mir eine Strecke von gut 600 km vorgenommen: Ich werde dabei den Tourpunkt Algeciras/Gibraltar runden, damit den Mittelmeerraum verlassen, um mich dem Einfluss des Atlantischen Ozeans nunmehr auszusetzen.

Rekapitulation: Hier nun eine Zusammenfassung der ersten 10 Tage, genannt: „Klub Mediterranee“ oder „Die Tour des gerissenen Gaszugs“ (z. T. in Stichworten):

Nachtfähre Chania/Piräus: Da Freitag, viele Familien mit flippigen, herumtollenden und auch von ihren Vätern umkosten und geherzten Kindern – vermisse meins sehr! Sehr früh morgens Tourbeginn durch’s staubige, heiße aber urige und wildwüchsige Halb-Eiland Peleponnes. (Immer wieder, auch auf weitrem Weg, viele Interessierte mit Flyern versorgt und über den sozialen Aspekt unserer Kampagne eingehend informiert!) Um 17.30 Uhr internationale Nachtfähre Patras/Brindisi mit laut und fröhlich tanzen und singenden Italienern / sehr voll / Zwischenstopp u. a. im phantastisch glühwürmchen-like glänzendem Inselkleinod Kefalonia. Ab Brindisi lange, heiße Strecken über z. T. vollgestopfte Schnell-straßen südwärts, endlos über Stiefelhacke und  -spitze, Malta aus Zeitgründen leider ausgelassen / Wegen langer Fahrstrecken Kurz-Nächtigung auf Autostradas (viel Maut überall!) mittels dünner Luftmatratze und morgendlicher Kühle (+ z. T. sehr starkem Wind) oftmals u. a. mit Helm. Levante – Badeplätze der Römer (um Ostia) zu 99% grauenhaft überfüllt, schrecklich anzusehen, stundenlanger Stau im Schritt-Tempo (niemals wieder!). Entschädigung durch Traumlandschaft mit grandios-lieblich eingebetteten Städtchen, allerdings sehr spitzkurvig-steile Waldstrecken (viel Zeit mitbringen!): „Cinque Terre“! Weiter Genua vorbei / dto. Monaco: schlechtes Wetter sowohl hier an Riviera als auch an Cote d’Azur, bedeckt und brutalster Wind (u. a. Mistral aus dem Rhone Tal). Vorher in Italien (Sestri Levante) Gaszug gerissen, ADAC-Hilfe gut / Werkstatthilfe wegen Riesensprachproblemen schwierig aber schließlich kostenlos. Insgesamt 4mal Gaszug-Probleme: In Bezier (Südfrankreich) deshalb 2 Tage (Wochenende!) in Hotel, zauberhafte historische Altstadt mit frischen Austern spottbillig in alter Markthalle, leider auch montags alle Motorradwerkstätten geschlossen, Provisorium und weiter (bereits hinter dem Tourplan hinterher!), 4tes mal morgens um 4 Uhr (siehe Text oben!)…

Jetzt rase ich dem selbst gesetzten Zeitplan hinterher, muss evtl. im kurvenreichen Großbritannien/Irland Streckenabstriche vornehmen, mal seh’n. Der Stress darf nicht zu groß werden, trage u. a. ja familiäre Verantwortung. Kinder werden hier im Süden bekanntlich liebevoll umsorgt, noch spät abends voll dabei. – In der Kathedrale von Bezier konnte ich einer prunkvollen Taufe beiwohnen, hoffentlich hält dieser Gottesschutz auch wirklich!… Im Armenviertel von Bezier sah ich, wie ein ca. 2-jähriges Mädchen von ihrer Mutter geschlagen und getreten wurde

Liebe Grüße, in Eile – Peter.

From → Die Benefiz-Tour

No comments yet

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.